HIRNWERK


Wäre Neurofeedback eine Tablette, jeder würde sie schlucken wollen. Neurofeedback kann viele Krankheitsbilder gleichzeitig, effektiv und ohne Nebenwirkungen beheben und das Wohlbefinden steigern indem es sich die Neuroplastizität des Gehirns zunutze macht. Wir lernen aus Erfahrung. Neurofeedback lässt das Gehirn erfahren was es tun soll.

Biofeedback hilft unbewusste Körperfunktionen wahrnehmbar zu machen und aktiv zu steuern. Biofeedback kann helfen sich aktiv selbst zu helfen: entspannen, Nervosität abbauen, Blutdruck senken, Verspannungen lösen oder im Spitzensport die mentale Kraft stärken sowie die Leistung steigern.

Immer mehr Menschen werden mit Psychopharmaka behandelt, gleichzeitig nimmt die Forschungsaktivität der Pharmaindustrie im Bereich von Stress, psychischen Belastungen und psychiatrischer Störungen ab, da die Ideen gerade in den Bereichen Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung AD(H)S, Depression oder bei Angststörungen ausgeschöpft sind. Wo die Pharmaindustrie versagt, hilft Bio- und Neurofeedback weiter. Denn Bio- und Neurofeedback bekämpft nicht Symptome, sondern setzt an der Ursache an!

Bio- und Neurofeedback ist eine wissenschaftlich gut fundierte Therapie- und Trainingsmethode. Dem Körper respektive dem Gehirn können zeitnah die physiologischen Funktionsweisen zurückgemeldet werden, um so mithilfe von aktivem Training (Biofeedback) respektive passivem Training (Neurofeedback) dysregulative Angewohnheiten zu beenden und neue gesunde Automatismen entstehen zu lassen.

Konstante Reizüberflutung, Umwelt- und Lichtverschmutzung, Mangelernährung, Pestizide, Leistungsdruck, Stress und viele weitere Faktoren führen zu einem Ungleichgewicht unserer Körper- und Gehirnfunktion. Viele Störungen wie AD(H)S, Epilepsie, Angststörungen, Depression, Lese- und Rechenschwäche, aber auch Suchtkrankheiten sind mithilfe von Bio- und Neurofeedback behandelbar. Neurodegenerative Erkrankungen wie beispielsweise Alzheimer und Parkinson können ebenfalls in ihrem Verlauf positiv beeinflusst werden. Bei therapeutischen Interventionen sollte Bio- und Neurofeedback kombiniert oder alternativ eingesetzt werden.

Neurofeedback dient dem Erkennen und Trainieren bestimmter Gehirnwellen, die in Beziehung zu verschiedenen psychischen Zuständen und Verhaltensmuster gehören. Gehirnwellen werden über ein oder zwei Elektroden, welche auf der Kopfhaut platziert werden, abgeleitet und in Echtzeit auf einem Computerbildschirm sichtbar gemacht. Das Training erfolgt mittels Animation, Video oder Musik, welche nur dann laufen, wenn das Gehirn macht, was es soll. So können „falsche“ Gehirnwellen reduziert und „richtige“ Gehirnwellen produziert werden. Das Gehirn lernt unbewusst und ohne Zeitverzögerung was es tun soll. Zu den Therapiesitzungen werden individuelle Transferkarten, sogenannten Memokarten, eingesetzt, welche den Transfer in den Alltag unterstützen sollen indem sie die Konditionierung ebenso wie die damit verbundene Selbstbeobachtung und Selbstwirksamkeit begünstigen. Neurofeedback ist ein verhaltensorientiertes Training basierend auf biologischen Lernvorgängen weshalb der Lerneffekt bereits nach wenigen Therapie-Einheiten stabil bleibt.

Biofeedback verbessert die Wahrnehmung der Körpersignale und fördert so die Selbstkontrolle über körperliche Prozesse. Bei jedem Körpersignal, das zurückgemeldet wird, wird auf das Zusammenspiel des vegetativen Nervensystems geachtet, dem Sympathikus und Parasympathikus. Das sympathische Nervensystem ist zuständig für die Bereitstellung von Energie und ist aktiv bei Anstrengung oder Stress (z.B. beschleunigter Herzschlag, Absinken der Fingertemperatur, erhöhter Hautleitwiderstand, etc.). Der Sympathikus steht als direkter Gegenspieler des Parasympathikus. Das parasympathische Nervensystem gilt als das Ruhe- oder Verdauungssystem, es ist aktiv bei Entspannung und Erholung. Trainierende können relativ schnell willentliche Selbstkontrolle über das vegetative Nervensystem erlernen und jederzeit in Alltagssituationen einsetzen. Biofeedback aktiviert die Selbstheilungskräfte, fördert, regenerative Prozesse, erhöht die Belastbarkeit in Belastungssituationen, und steigert die emotionale Stabilität.